Kult-Bike

Es gibt nicht viel Motorräder oder Motorradmarken, die sich tatsächlich mit den Lorbeeren eines Kult-Bikes schmücken können. Vor allen Dingen aber unterscheiden sich die Gründe, warum diese Motorräder eine teils mystische Ausstrahlung haben. Eine dieser Motorradmarken, die sich zum Kult erhoben haben, ist Harley-Davidson. Der Motorradhersteller aus Milwaukee unterstützt sicherlich den Ruf ihrer Motorräder, die sich immer zwischen Hells Angels und Exterminator bewegt haben. Besonders der Ruf der Hells Angels, die bis in die 80er Jahre hinein als Freiheitsliebende Outlaws galten, haben in Europa den Ruf der legendären Marke geprägt. Sie ist noch heute Ausdruck für das Land der unbeschränkten Freiheiten, den die USA heute sicher nicht mehr gerecht wird. Auch wenn alle Aspekte der Legende analysiert werden, bleibt immer noch eine Faszination, die sich logisch nicht erklären lässt. Jeder Motorrad Fan erschauert noch heute, wenn er den kehligen und röchelnden Klang des V-Motors einer Harley-Davidson hört. Warum, wird Ihnen wohl jeder auf seine eigene Art zu Erklären versuchen.

An der Technik kann es nicht liegen.

Seit der zweiten Harley hat sich die Technik der Motorräder der Marke mit dem Adler im Logo nicht grundlegend geändert. Herz jeder Harley ist der große V-Motor, der sich nicht durch eine hohen PS Leistung auszeichnet, sondern durch sein immenses Drehmoment. Im Vergleich zu modernen Motorrädern aus Japan und Italien wirkt die Technik der neuesten Harleys wie aus der Steinzeit. Verschiedene Fahrstufen oder selbst einen Drehzahlmesser wird man bei den meisten Harleys vergeblich suchen. Die Kraftstoffeinspritzung wurde nur auf Druck der gesetzlichen Bestimmungen verbaut, wobei der harte Harley Fan immer noch die Vergaser Modelle vorzieht. Auf den Harley Days in den verschiedenen Hauptstädten in Deutschland kann man die beliebtesten Modelle der Marke aus den USA bestaunen, die dann sicher keine LED Lampen oder LCD Anzeigen besitzen. Selbst sicherheitsrelevante technische Merkmale wie ABS Bremsen wurden nur sehr wiederwillig und relativ spät in die Fahrzeuge der Marke aufgenommen. Es ist die letzte Motorradmarke, die immer noch auf das metrische System verzichtet und weiterhin Schrauben und Bauteile mit Zoll Formaten verbaut. Trotz all dieser technischen Nachteile und einer traurigen Hubraum-Leistung, lässt die Faszination der Vorzeigemarke aus den USA nicht nach.

Film und Fernsehen

Die Helden aus der Filmschmiede Hollywood werden wohl kaum der untergegangenen Sonne mit einem japanischen Fabrikat entgegenfahren. Helden aus den USA fahren Harley-Davidson, von Schwarzenegger bis LLamas, sie müssen schwarz sein und klingen, als würde die Welt bald untergehen. In den USA ist der Auspuff nicht unbedingt dafür bekannt, dass er das Motorrad leiser macht, er soll den wirklichen Sound der Maschine unterstreichen und das hört man schon von weitem. In Deutschland wird von dem Gesetzgeber zwar ein Riegel bei der Lautstärke vorgeschoben, trotzdem ist es der erste Job eines Harley Besitzers den Klang des V-Motors möglichst authentisch genießen zu können. Mit dem Wohl umfangreichsten Zubehörprogramm des Herstellers und einem immensen Drittanbieter Angebot, hat der stolze Harley Besitzer die große Auswahl an Teilen, um sein Motorrad seinen Wünschen anzupassen. Keine Harley muss aussehen wie die andere, sie ist Ausdruck der Persönlichkeit des Besitzers, wohl auch ein Teil des Mythos der Marke, um nicht in der Masse unterzutauchen.

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